Gotik
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Epoche Maximilian I. um 1500
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20. Jhdt. (Klass. Moderne)
Moderne

Gilg (Ägidius) Sesselschreiber

* 1460/65 München + nach 1520

1502 von Kaiser Maximilian I. nach Innsbruck berufen, um dessen Grabmalsidee umzusetzen. Errichtung einer Gusswerkstätte, Sammlung von Erfahrung im Bronzeguss. Gesamtentwurf (1502-1508) von 40 überlebensgroßen vergoldeten Statuen (ausgeführt wurden letztendlich 28 Bronzefiguren), die in der Pergamentrolle des Jörg Kölderer überliefert sind (s. Malerei I.01). Acht Figuren stammen von Sesselschreiber selbst: Johann v. Portugal, Ernst d. Eiserne, Zimburgis v. Masowien, Rudolf v. Habsburg, Philipp d. Gute, Elisabeth v. Görz-Tirol, EH Kunigunde, Maria v. Burgund. Durch seine langsame Arbeitsweise und seine finanziellen Schwierigkeiten zog der Kaiser weitere Künstler hinzu, 1520 wurde Sesselschreiber entlassen, Übergabe an die Werkstätte von Stefan Godl.

Peter Vischer aus Nürnberg goss die Figuren des Artus und des Theoderichs, nach einem Entwurf von Albrecht Dürer (s. Malerei- I.04).

Maler und Erzgießer. „Gesamtplaner” des Grabmalprojektes Maximilian I., ab 1502 Hofmaler des Kaisers, wurde mit der Errichtung einer Gusshütte betraut, schuf zwischen 1502 – 1508 das Konzept für die überlebensgroßen Bronzestatuen. Die Figuren, die von ihm entworfen wurden (Johann v. Portugal, Ernst d. Eiserne, Zimburgis v. Masowien, Maria v. Burgund, Philipp d. Gute, Rudolf I. v. Habsburg, Kunigunde und Elisabeth v. Görz-Tirol) gehören neben den Dürerfiguren zu den besten Schöpfungen in der Hofkirche. Charakteristisch sind seine große Detailtreue, aber auch seine langsame Arbeitsweise und ständigen finanziellen Probleme. 1520 wurde seine Werkstätte von Stefan Godl übernommen.

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Gesamtkonzept, Hofkirche Innsbruck

Kunigunde, Elisabeth v. Görz-Tirol, Maria v. Burgund, Hofkirche Innsbruck

Zimburgis v. Masowien, Hofkirche Innsbruck

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