Gotik
Spätgotik
Epoche Maximilian I. um 1500
Renaissance
Manierismus
Barock
Klassizissmus
19. Jhdt.
20. Jhdt. (Klass. Moderne)
Moderne

Oswald von Wolkenstein

(Musiker am Innsbrucker Hof)

* 1377 Pustertal + 1445 Meran

Entstammte einem bedeutenden Südtiroler Adelsgeschlecht (Stammburg Wolkenstein, Villanders), verließ als Knappe mit 10 Jahren seine Heimat und bereiste Europa und den Orient. Stand an der Schwelle vom Mittelalter zur Renaissance. War Reisender, Diplomat, Dichter und Komponist („auch konnt ich fiedeln, flöten, trommeln und trompeten..”) Nahm 1415 am Konzil von Konstanz im Gefolge Herzog Friedrichs IV. teil, schloss sich dem Adelsaufstand gegen den Herzog an (Elefantenbund). Stand in Diensten von König Sigmunds v. Luxemburg, wodurch er weite Reisen unternahm. Mehrfache Gefangenschaft, politische Turbulenzen. In Neustift bei Brixen begraben.

In zwei Prachthandschriften sind seine autobiografischen Lieder verewigt: Wiener Pergamenthandschrift, 42 Lieder (1427-36) und "Innsbrucker Pergamenthandschrift" (1432). Darin die berühmte Darstellung Oswald von Wolkensteins mit nur einem Auge. Liebeslieder in Ich-Form, Tagelieder und Pastourellen, Liebesdialoge und Minneallegorien, Trink- und Scheltlieder, Reise- und geistliche Lieder; zum Teil kontrastieren derbe, sexualitätsbezogene Inhalte mit hohem Stil.

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Portrait Wolkensteins aus der Liederhandschrift B, Universitätsbibliothek Innsbruck

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